Koennten die Fluechtlinge einen (am Weltdurchschnitt von ca. 37
Menschen pro Quadratkilometer orientierten) proportionalen Teil ihres
Landes einfach einpacken und mitnehmen, dann waeren sie in der Lage,
daraus einen Staat zusammenzustueckeln, dessen Territorium so gross ist
wie Frankreich, Deutschland, England und Italien zusammen (oder wie die
Mongolei) - oder ihn als interkontinentales foederatives Staatengebilde
weltumspannend so zu plazieren, dass darin die Sonne nie untergeht. Die
alten Fluechtlingsrepubliken konnten sich entwickeln, weil grosse,
relativ duenn besiedelte Gebiete entdeckt und erobert wurden. Solch
kriegerische Landaneignungen verbieten sich zur heutigen Zeit nicht nur
aus moralischen Gruenden. Bestenfalls Pyrrhussiege kann man erwarten:
Kriege haben sich als oekonomische Desaster, selbst fuer die seltenen
Sieger, fuers erste ad absurdum gefuehrt. Die Territorien der Erde sind
nun mittlerweile alle entdeckt, erfasst und - wenn auch sehr
unterschiedlich - dicht besiedelt. Die oekologischen Kapazitaeten
erscheinen nahezu erschoepft. Und die Raumfahrt, die im 20. Jahrhundert
die Erwartung weckte, neue Fronten und Kolonien im Weltraum zu finden,
hat ihr Versprechen noch nicht einmal im Ansatz eingeloest.